
Keine Olivenfliege, gesunde Oliven, und im letzten, für die Ernte noch nützlichen Moment dann endlich Regen.
Das Öl ist gut geworden, ohne jeglichen Makel, auch weil wir in der Ölmühle die Temperaturen immer besser unter Kontrolle haben: Es gelingt uns nun auch in warmen Herbsten, die Oliven beim Waschen und im Schredder auf die für die Qualität (Aromen!) erforderlichen 20 Grad Celsius herunterzukühlen.
Doch hatte der Jahrgang für die Oliven und den Charakter des Öls auch seine Tücken: Zwar rettete der späte Regen die Ernte und erlöste die Bäume von ihrem langen Durst, allerdings kam er nicht rechtzeitig für die Ölbildung: Aus den ausgetrockneten Oliven wurden zwar rasch pralle, grüne Kugeln, die wunderschön anzusehen waren, doch sie enthielten am Ende rund ein Drittel weniger Öl als üblich.
Gleichzeitig sorgte das viele Wasser in den Früchten für eine gewisse Verdünnung von Aromen und Polyphenolen. Das Öl ist zwar absolut reintönig und ausgesprochen fein, doch weniger duftig und auch weniger scharf als üblich.
Wir lieben es so wie es ist und sind mehr als dankbar, dass das Wetter die Ernte gerettet und uns ein gutes Öl geschenkt hat. Das ist viel, und alles kann man schließlich nicht haben.
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27.05.2025